LITERATUR

Unter den vielen Intellektuellen, die das Verzascatal hervorgebracht hat, stechen vor allem die Gebrüder Piero und Giovanni Bianconi sowie Anna Gnesa heraus. Die Werke dieser Schriftsteller sind oft untrennbar mit ihren Heimatorten und der Tradition der ländlichen Tessiner Kultur verbunden.

Piero Bianconi (1899-1984)
dessen Familie aus dem Verzascatal stammt, gilt heute als einer der besten Tessiner Schriftsteller. Er war lange Zeit Lehrer am Lehrerseminar in Locarno und überdies als Schriftsteller, Kunsthistoriker, Essayist und Autor tätig. Er studierte Literatur an der Universität Freiburg (Schweiz) und verbrachte Studienaufenthalte in Rom und Florenz, bevor er Lehrer am Seminar und Gymnasium von Locarno wurde.
Zu seinen bekanntesten Werke zählen "Blick aufs Tessin" (Occhi sul Ticino, 1978), "La Svizzera Italiana nell’arte e nella natura" (1942) sowie "Stammbaum" (Albero genealogico, 1969).

Giovanni Bianconi (1891-1981)
Bruder des ebenfalls bekannten Piero Bianconi, ist vor allem durch seine Lithographien und im Tessiner Dialekt verfassten Gedichte über die bäuerliche Kultur bekannt geworden. Besonders zu erwähnen sind seine Werke "Un güst da pan da segra" (1968) und "Ofell dal specc" (1974).

Anna Gnesa (1904-1986)
Stammte aus Brione Verzasca. Nach dem Lehrerdiplom am Lehrerseminar in Locarno begann sie ihre Berufslaufbahn als Lehrerin in Lavertezzo. Später studierte sie Literatur an der Universität Zürich (Hochschulabschluss 1948).
Zurück im Tessin, unterrichtete sie in Caslano, Tenero und Gordola. Anna Gnesa schrieb für verschiedene Zeitschriften. Von ihren Büchern wurden vor allem "Questa valle" (1974) und "Lungo la trada" (1978) bekannt.

Doris Schmid alias Kathrin Rüegg (1930-2011)
Verfasserin zahlreicher Bücher, dank verschiedener Fernsehsendungen beim deutschsprachigen Publikum bestens bekannt. Sie hatte mehrere Büchern über die Tessiner Küche und über das Verzascatal geschrieben. sie hat für mehreren Jahren in Verzascatal (Gerra Verzasca) gewohnt.